Läuft bei euch!

10.000 bis 17.000 Tampons oder Binden verbraucht eine Frau durchschnittlich während ihres Lebens. Stellt man sich den damit verbundenen Müllberg vor, wird einem mulmig. Inzwischen gibt es aber viele nachhaltige Alternativen.

Waschbare Binden

Habt ihr euch mal gefragt, was Frauen benutzt haben, bevor es Wegwerf-Artikel für die Periode

gab? Stoffbinden sind nicht neu, aber inzwischen etwas aus der Mode gekommen. Dabei ist die Binden-Alternative aus Bio-Baumwolle leicht in der Handhabung und spart – wie fast alle nachhaltigen Menstruationsartikel – auf Dauer viel Geld. Nach der Benutzung könnt ihr sie einfach mit Handtüchern und Co. bei 60 Grad in die Waschmaschine werfen.

Periodenunterwäsche

Das Upgrade der waschbaren Binden sind Perioden Panties. Die Unterwäsche, wie diese von Innersy für circa 23 Euro, saugt das Blut in ihrem mehrlagigen Kern auf und verhindert das Auslaufen. Bei starker Blutung sind sie eine gute Ergänzung zu anderen Produkten, wie der Menstruationstasse. Mittlerweile gibt es verschiedene Modelle, die Frauen während der Regel Sicherheit und Komfort bieten.

Menstruationstassen

Rund jede zehnte Frau benutzt sie schon: die Menstruationstasse. Die kleinen Tassen bestehen meist aus medizinischem Silikon und fassen je nach Größe bis zu 30 Milliliter Blut. Die Tasse kann bedenkenlos bis zu zwölf Stunden getragen werden. Außerdem kann frau ein und dieselbe Tasse bis zu zehn Jahre lang benutzen und spart so eine Menge Müll. Nach der Blutung wird die Tasse einfach ausgekocht und steril bis zum nächsten Einsatz aufbewahrt.

Blutige Fakten:

Kleinwagen oder Periode?

Im Durchschnitt geben Frauen während ihres Lebens etwa 8.000 Euro für Menstruationsprodukte aus. Könnte frau das Geld für Menstruationsartikel sparen, wäre sogar ein Auto drin!

Shots oder Blut?

Während einer Regelblutung verliert eine Frau etwa anderthalb Schnapsgläser voll Blut, also 60 Milliliter

Schlaf oder Menstruation?

Rechnet man die durchschnittlichen Menstruationstage zusammen, kommt man auf ganze 7 Jahre Menstruation. Zum Vergleich: Zusammengerechnet schlafen wir im Durchschnitt etwas über 24 Jahre unseres Lebens

Quellen: WDR, Stern

Free Bleeding – Was ist das?

Müllreduzierung ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Gänzlich ohne Periodenprodukte auszukommen und sich bewusst gegen Hygieneartikel während der Menstruation zu entscheiden, ist ein noch größeres Zeichen. Klingt für manche absurd, ist aber so: Einige Frauen spüren ihren Körper so sehr, dass sie merken, wann der nächste Menstruationsschwall kommt. Dann können sie ganz nach dem Motto „free bleeding“ auf die Toilette gehen und benötigen keinerlei Produkte mehr – dafür aber ein wenig Übung und viel Körpergefühl.